Last Update:   04/11/17 23:10

Bericht & Bilder von der Abschlußtour 2017 sowie endlich Bilder der Touren 2015 & 2014

Abschluß 2014

Gewichtsprobleme 2014

Es sah so aus, als wenn Ihr alle, die Ihr so zahlreich zu unserer diesjährigen Abschlusstour erschienen seid, mit dem gleichen Vorsatz "Immer schön das Tellerchen leer essen ohne auf Kalorien oder die Figur zu achten" in diese Saison gegangen wäret, denn dass die Sonne bereits vor dem Aufgang von einem völlig wolkenlosen Himmel scheint, hatten wir bisher noch nie.
Cobra2014
Die gute Wetterprognose hatte wohl auch zur Folge, dass gut 70 unter dem Union Jack auf die Welt Gekommene, ein Wolfsburger und ein Dingolfinger Zukunftsklassiker Günthers Ruf zum Oldtimertreff nach Ramelsloh gefolgt waren. Kurz vorm ersten Schwenken der Startflagge traf Thorsten mit seiner Cobra ein – ganz frisch mit deutscher Zulassung und H-Kennzeichen. Um dieses Ziel zu erreichen, musste er eine genau einjährige Odyssee durch Werkstätten, Prüfstationen, Ämter und die halbe Republik absolvieren. Wir haben mit Dir gelitten und uns zum Finale sehr für Dich gefreut!

Nun konnte es also im wahrsten Sinne des Wortes abgehen. Die erste Gruppe machte sich kurz nach 11 Uhr auf die Gummisocken, um eine Art Heiderevival-Tour zu erleben. Vorbei an ehemaligen Zielen und entlang schon oft benutzter Wege ging es durch eine fast durchweg grüne Landschaft mit nur einigen bunten Farbtupfern. Auch kamen wir an jener Stelle entlang, an der mein Freund Ingo vor einigen Jahren so tragisch ums Leben gekommen war; er hätte Spaß an diesem Konvoi und dem damit verbundenen Sound der unterschiedlichen Motor- /Auspuffharmonien gehabt.

Niemals zuvor hatte ich auf unserer Abschlusstour den Heizungsregler im Auto Richtung "Cold" gedreht! Das Fahren im T-Shirt, ohne Kragen bis zum Hinterhaupt und dem Gelüste nach einer kurzen Hose erinnerte mich an unsere "Tour für Zurückgebliebene" im August 1998 nach Lüchow-Dannenberg zum Besuch der ehemaligen Grenzsperranlagen ... aber ich schweife ab!
Pause2014
Ein Sommertag im Herbst; die heimische Temperaturmessung zeigte später beim Vergleich der Daten den mit 21,7 Grad wärmsten 19. Oktober seit 1921! Das bekamen wir auch am Zwischenstopp zu spüren, wo sich die letzten Teilnehmer ihrer warmen Oberbekleidung entledigten. Nach diesem Halt für einen Plausch und andere Dinge mit P zwinker07 ging es sportlich dynamisch weiter – erst mal in die falsche Richtung ... ! Nachdem der Fehler aufgefallen war, wendete die Meute von gut 30 Autos; ein Schauspiel, welches ich selten so diszipliniert habe ablaufen sehen. Chapeau, ach nein, das heißt bei uns ja wohl Melone oder so.

Nachdem wir also wieder auf den Pfad des Günthers zurückgekehrt waren, ging es über eine weiterhin tolle Strecke entlang auch frisch gemähter Wiesen – manche Grünlandbewirtschafter schrecken auch vor dem fünften Schnitt nicht zurück – zum Ziel in Visselhövede. HalleDieses wurde prompt verfehlt, obwohl wir uns hätten denken müssen, dass, wenn Günther ohne Auto an der Abzweigung steht, das Ziel wahrscheinlich nur ein paar Schritte entfernt liegen kann. (Ich glaube, man hätte dieses "paar Schritte" auch großschreiben können …zwinker08)

Als wir dann doch endlich nach mehrfachem Anlauf zwinker09 richtig gelandet waren, wartete ein großer Raum mit nett gedeckten Tischen und einem hervorragenden Buffet auf uns. Der Raum war zum Glück hoch genug, dass die Dämpfe der Benzingespräche schnell entweichen konnten.

Nach einer "Lunner"pause (für einige war's Lunch, für andere Dinner) wurde allmählich an die Heimfahrt gedacht. Denkste! Zwei MGs und eine Cobra testeten zuvor noch ihre Geländegängigkeit auf dem Weg zu einem Geocache in der Nähe, dessen Beschreibung unsere Neugier geweckt hatte; wir wurden nicht enttäuscht.
 Gelaende
Dann ging es aber doch Richtung Heimat und wir mussten erleben, was passiert, wenn das Buffet nicht aufgegessen wird! Bei Wintermoor gerieten wir in einen Schauer, dessen Auswirkungen ich in beinahe 40 Jahren des Offenfahrens noch nicht erlebt habe. Es war als würde man durch einen Duschvorhang fahren hinter dem eine Schwall- brause im Akkord tätig war. In einer Rechtskurve schwappte eine Ladung Wasser von der Spritz- decke auf der nicht besetzten Beifahrerseite in meinen Schoß als hätte Petrus einen vollen Eimer in mein Cockpit entleert. Das Erreichen des Grünstreifens neben der Fahrbahn grenzte an Harakiri. Scheibenwischer von draußen und Wischtuch von drinnen konnten nicht beseitigen, was die Sicht behinderte.

Nass bis auf die Unterhose wurde das Verdeck geschlossen und das erste Mal in der Karriere unserer MGs wurden die Ablauflöcher im Bodenblech benötigt. So fuhren wir Richtung der häuslichen Überdachung. Wir hoffen, Euch – soweit Ihr offen unterwegs wart – blieb dieses Waschprogramm erspart! … und es war Sommer ...

Günni, Dir noch mal vielen Dank für eine wie immer super ausgearbeitete Tour, eine tolle Strecke und sollten unsere Autos bis Oktober 2015 wieder trocken sein (es sind bereits alle Sitze und losen Teppichelemente ausgebaut), sind wir natürlich wieder dabei! Wir hoffen alle anderen auch! Und nochmals Dank für Euer zahlreiches Erscheinen!

Christof

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